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Aktuelles und Termine

Europawoche 2015

(© Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland)

Europawoche 2015

(© Sächsische Staatskanzlei)

Grußwort des sächsischen Europaministers zur Europawoche 2015  

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

weltweit wird am 8. Mai zum 70. Mal dem Ende des Zweiten Weltkrieges gedacht. Im vorigen Jahr jährte sich der Ausbruch des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal. Aus der bitteren Erfahrung dieser beiden Weltkriege heraus entstand der Grundgedanke der Europäischen Union – formuliert durch den damaligen französischen Außenminister Robert Schuman. Er stellte am 9. Mai 1950 seine Vision eines friedlichen Zusammenlebens vor. Die Idee einer so engen wirtschaftlichen Zusammenarbeit der Nationen, die einen Krieg gegeneinander unvorstellbar werden lässt.

Aus der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft entwickelte sich eine starke Union mit 28 Mitgliedsstaaten. Diese Einigung hat Millionen Menschen in Europa nicht nur den Weg zu mehr Wohlstand eröffnet, sondern auch 70 Jahre Frieden gebracht. Reise- und Meinungsfreiheit sowie hohe Standards in vielen Lebensbereichen sind uns inzwischen selbstverständlich geworden.

Die aktuellen Krisenherde vor den Türen der Europäischen Union zeigen uns, dass Frieden und Freiheit keine Selbstverständlichkeiten sind und täglich neu gestärkt werden müssen.

Um den 9. Mai gebührend zu feiern, veranstalten die deutschen Bundesländer seit 1994 rund um diesen Tag die Europawoche. Zur diesjährigen Europawoche vom 2. bis 10. Mai lade ich alle Interessierten ein, über die Errungenschaften und positiven Auswirkungen der europäischen Integration, aber auch über die derzeit gewaltigen Herausforderungen der Europäischen Union und deren Lösung zu diskutieren. Nur durch eine offene und ehrliche Debatte wird Europa weiter an Akzeptanz gewinnen.

Gerade wir Sachsen leisten durch unseren regen Austausch und vielfältige Zusammenarbeit mit Tschechien und Polen einen wichtigen Beitrag zur europäischen Integration. Kulturelle Veranstaltungen, die die bereichernde Vielfalt Europas verdeutlichen, bilden daher einen wichtigen Programmbeitrag.

Allen Veranstaltern und Unterstützern gilt mein besonderer Dank für Ihr Engagement.
Ich wünsche allen Beteiligten spannende Veranstaltungen und gute Gespräche.

 

Dr. Fritz Jaeckel
Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei

Veranstaltungen während der Europawoche im Freistaat Sachsen

Logo Europawoche 2015

    Grußwort des Präsidenten der Europäischen Kommission

    Jean-Claude Juncker
    (© Europäische Kommission)

    Liebe Bürgerinnen und Bürger,

    in Vielfalt geeint - unter diesem Leitspruch kamen die europäischen Staaten und Völker zusammen, um ein gemeinschaftliches Europa zu schaffen, das für Toleranz, Freiheit und eine offene Gesellschaft steht. Blicken wir jedoch auf die besorgniserregenden Ereignisse in unserer Nachbarschaft und auf das Erstarken von Populismus, Nationalismus und Ressentiments innerhalb der EU, wird uns deutlich: Unsere europäischen Werte und Errungenschaften sind keine Selbstverständlichkeit. Wir müssen sie bewahren und uns täglich dafür einsetzen.

    Nutzen wir die diesjährige Europawoche daher als Chance, darüber ins Gespräch zu kommen, wie uns der Neustart für ein besseres Europa gelingt und wie wir gemeinsam verlorengegangenes Vertrauen wiederherstellen können. Bringen auch Sie sich ein, diskutieren Sie mit, stellen Sie Ihre Fragen. Nur durch einen offenen Dialog können wir unsere demokratische Gemeinschaft in Europa beleben und das Verständnis füreinander verbessern. Lassen wir uns nicht durch Angst, Schuldzuweisungen und Intoleranz auseinandertreiben, sondern gerade in wirtschaftlich für viele Menschen schwierigen Zeiten enger zusammenrücken, unabhängig von politischer oder religiöser Gesinnung.

    Ich bin überzeugt: Wir dürfen als Europäer ruhig etwas stolzer und selbstbewusster in unsere Zukunft schauen und sollten uns von Zweiflern nicht entmutigen lassen. Gemeinsam kann uns das gelingen. Ich wünsche Ihnen viel Freude bei den vielen Veranstaltungen der diesjährigen Europawoche.

    Jean-Claude Juncker

    Präsident der Europäischen Kommission

    Grußwort des Präsidenten des Europäischen Parlaments

    Martin Schulz
    (© Europäisches Parlament)

    Am 9. Mai 1950 präsentierte der französische Außenminister Robert Schuman seine Idee eines gemeinsamen Europas. Daran erinnern wir jedes Jahr in der Europawoche rund um den 9. Mai.
    Die Europäische Union war von Anbeginn ein Projekt, um die Völker Europas zusammenzubringen und dauerhaft Frieden zu schaffen.
    Doch das Jahr 2015, das den 65. Jahrestag der Schuman-Erklärung markiert, hätte schlimmer nicht beginnen können: Die Terroranschläge in Paris waren ein Angriff auf Frieden und Sicherheit, auf unsere fundamentalen Werte der Presse- und Meinungsfreiheit, der Toleranz und des gegenseitigen Respekts. Menschen mussten sterben, weil sie jüdischen Glaubens waren oder weil sie zeichneten, was fanatische Gewalttäter nicht sehen wollten.
    Zugleich erleben wir, wie in unserer unmittelbaren Nachbarschaft Krieg geführt wird. Die Schrecken, von denen wir dachten sie überwunden zu haben, die gewaltsame Verschiebung von Grenzen und die Tatsache, dass Menschen in Europa heute wieder auf der Flucht vor entsetzlichen Grausamkeiten sind, all das ist nach Europa zurückgekehrt.
    Dies zeigt uns, wie wichtig es ist, dass wir in Europa zusammenarbeiten und zusammenhalten, dass wir Herausforderungen gemeinsam lösen müssen, weil wir gemeinsam stärker sind als allein.
    Ich bin fest davon überzeugt, dass wir ein kreatives, vielfältiges, vielseitiges und weltoffenes Europa in einer globalisierten Welt mehr denn je brauchen, um unser europäisches Gesellschaftsmodell, unser demokratisches, soziales und freies Gesellschaftsmodell, zu bewahren.

    Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments

    9. EU-Projekttag an Schulen 2015

    (© Bildrechte)

    Jugendliche für Europa begeistern und zum Mitmachen auffordern – das ist Ziel des EU-Projekttages. Am 12. Mai werden daher der sächsische Ministerpräsident und die Staatsminister verschiedene Schulen in Sachsen besuchen. Nähere Informationen erhalten Sie dazu über das Sächsische Staatsministerium für Kultus unter www.bildung.sachsen.de.



       

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      Sachsen und die Europäische Union

      Sächsische Staatskanzlei

      Hauptgebäude

      Sächsische Staatskanzlei

      © Sächsische Staatskanzlei